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Praxis & Umsetzung

Die Cloud erfordert neue Sicherheitsmaßnahmen

Von Alec Chizhik · 12. März 2020 · 3 Minuten Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

Der Einsatz von virtuellen Speicher-Wolken in Unternehmen hat sich bereits bewährt. Doch birgt die Infrastruktur der Cloud noch Sicherheitslücken, die eine immense Herausforderung für Ihr Unternehmen darstellen kann. Erfahren Sie hier, mit welchen Sicherheitsmaßnahmen Sie ihre Daten schützen.

Zur Absicherung Ihrer Daten verlangt die Cloud-Infrastruktur weitaus umfassendere Sicherheitsmaßnahmen als die lokalen Sicherheitssysteme. Dementsprechend lassen sich die Methoden zur Sicherung lokal gespeicherter Daten nicht einfach auf den Cloud-Bereich anwenden.

Nachfolgend erfahren Sie kurzgefasst, mit welchen Tools Workloads und Container vor Gefahren eines Datenverlustes oder Bedrohungen eines Angriffs, geschützt werden können.

Workloads vor Datenverlusten und Systemdefekten schützen

Auf der einen Seite eröffnet die Einrichtung einer Cloud für ein Unternehmen einen weitaus flexibleren Umgang mit Daten. Doch zeitgleich verlieren sie zugunsten der Flexibilität auch partiell die Kontrolle. Damit kann sich die Angreifbarkeit gegenüber sensiblen Unternehmensdaten erhöhen.

Über bereits integrierte Verschlüsselungssysteme der Workloads oder über flexibel einsetzbare Tools, die sich in die VMs (virtuelle Maschinen) einsetzen lassen, bieten sich optimale Lösungen, um den Zugang zur Cloud zu schützen. Durch festgelegte Berechtigungen lässt sich der Sicherheitsstatus zudem stets überprüfen.
Folgende Tools lassen sich beispielsweise als Agenten in die VM-Infrastruktur einbinden: Cipher Cloud, Dome9, veeam oder Cloud Passage.

Container-Schutz über Drittanbieter

Die Sicherung, der durch Container erzeugten Images, lässt sich am besten über spezielle Container-basierte Tools umsetzen. Um eine Überprüfung Ihrer Container-Images durchzuführen, eignen sich Drittanbieter über bereits integrierte Werkzeuge der Cloud-Provider, da erstere eine vorteilhaftere Laufzeitumgebung bieten.

Mit Spezialtools von beispielsweise Aqua Security, Sysdig, Tenable und Anchor lassen sich Ihre Container zunehmend sicherer gestalten.

 

Key Facts

Cloud-Sicherheitsvorfälle: 45 Prozent der Datenpannen betreffen Cloud-Umgebungen.

Fehlkonfigurationen: 80 Prozent der Cloud-Sicherheitsvorfälle gehen auf Fehlkonfigurationen zurück.

Häufige Fragen

Ist die Cloud sicherer als On-Premise?

Nicht automatisch. Cloud-Provider bieten in der Regel bessere physische Sicherheit und Patch-Management, aber die Verantwortung für Konfiguration, Zugriffsmanagement und Datenschutz liegt beim Kunden (Shared Responsibility Model).

Was ist das Shared Responsibility Model?

Cloud-Provider sichern die Infrastruktur (Hardware, Netzwerk, Rechenzentrum), Kunden sichern ihre Daten, Zugriffe und Konfigurationen. Die genaue Aufteilung variiert je nach Service-Modell (IaaS, PaaS, SaaS).

Welche Cloud-Zertifizierungen sollte man beachten?

ISO 27001, SOC 2 Typ II und C5 (BSI) sind die wichtigsten. Für EU-Datenschutz ist zusätzlich relevant, ob der Anbieter Daten innerhalb der EU verarbeitet und dem EU-US Data Privacy Framework unterliegt.

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Quelle Titelbild: iStock / Natali_Mis

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