#Hackerangriff: Alle Fakten auf einen Blick
Der #Hackerangriff beschäftigt Medien, Soziale Netzwerke und Blogger gleichermaßen. Alle aktuellen Infos zum Leak von sensiblen Daten diverser Politiker und Prominenter finden Sie hier.
Eine bisher noch unbekannte Personen hat bereits im Dezember 2018 diverse Informationen von Parteien, Politikern und Prominenten veröffentlicht. Die Datensätze wurden unter dem Twitter-Account
@_0rbit in Form eines Adventskalenders an die Öffentlichkeit gebracht.
Der Account ist mittlerweile inaktiv und wurde augenscheinlich von Twitter entfernt. Die Informationen können allerdings weiterhin unter Archiven wie etwa web.archive.org abgerufen werden.
Kurz und knapp im Überblick
1. Wann ist es passiert?
Der Leak wurde am heutigen 04. Januar 2019 bekannt, nach dem ein rbb Bericht hierzu veröffentlicht wurde. Der Leak selbst fand bereits über den gesamten Dezember 2018 in Form eines „Adventskalenders“ statt.
2. Was wurde veröffentlicht?
Im Fokus des Leaks scheinen sensible Daten zu stehen. Darunter finden sich E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Chat-Verläufe, Adressen und Webdomains.
3. Wer ist betroffen?
Nach aktuellen Berichten – etwa von sz.de oder zeit.de – sind vor allem einzelne Politiker, Parteien (mit Ausnahme der AfD) und Prominente betroffen (beispielsweise auch der YouTube-Star gronkh oder Fernsehmoderator Jan Böhmermann).
4. Wer steckt dahinter?
Hier herrscht im Web noch ziemliche Unklarheit. Laut der Kurz-Bio des Twitter-Accounts @_Orbit scheint es eine Person aus Hamburg zu sein, die seit vier Jahren in dem Sozialen Netzwerk aktiv ist. Einem Bericht von t-online.de zufolge, kenne zudem der YouTuber Tomasz Niemiec (DerTomekk) die Person schon länger über das Web (anonym versteht sich). Demnach handle es sich um eine Einzelperson, die hinter dem Leak steckt.
Bisher beschäftigte sich der Account auffällig oft mit Leaks zu YouTubern / Gamern – bspw. wurde am 30. August 2017 der Vertrag zwischen Mediakraft und SkyGuy veröffentlicht. Nach längerer Pause (nur 3 Tweets von Januar bis November 2018) veröffentlichte @_Orbit dann seinen „Adventskalender“.
Weitere Informationen zu #hackerangriff
So ziemlich jedes Medium berichtet aktuell über den Vorfall und aktualisiert seine Beiträge fortlaufend. Auf Twitter könnt ihr unter #hackerangriff zudem einer aktiven Community folgen:
Der Account (wurde eben gesperrt, aber einige partielle Mirror-Accounts noch online) postet seit vielen Monaten offenbar völlig ungestört Dox-Files von (teils obskuren) Youtubern, TV-Moderatoren , YouTuber-Netzwerken. IMHO Das sind keine kein „Cyberkrieger“ #Hackerangriff (1/2)
Das Wichtigste in Kürze
- Eine bisher noch unbekannte Personen hat bereits im Dezember 2018 diverse Informationen von Parteien, Politikern und Prominenten veröffentlicht.
- Die Datensätze wurden unter dem Twitter-Account @ _0rbit in Form eines Adventskalenders an die Öffentlichkeit gebracht.
- Nach längerer Pause (nur 3 Tweets von Januar bis November 2018) veröffentlichte @_Orbit dann seinen „Adventskalender“.
- #Hackerangriff Alle Mythen findet ihr hier: https://t.co/JEGfdzivnE pic.twitter.com/QBfuXWInbP — F-Secure Deutschland (@fsecure_de) 4.
— Christian Stöcker (@ChrisStoecker) 4. Januar 2019
Aus gegebenem Anlass – wir haben für euch mal 8 Security-Mythen gesammelt. #Hackerangriff
Alle Mythen findet ihr hier: https://t.co/JEGfdzivnE pic.twitter.com/QBfuXWInbP
— F-Secure Deutschland (@fsecure_de) 4. Januar 2019
Beim #Hackerangriff wurden offenbar keine politisch relevanten Daten veröffentlicht. Das erklärt, warum die AfD nicht betroffen ist.
— extra3 (@extra3) 4. Januar 2019
Der Beitrag basiert auf einer Veröffentlichung unseres Partnermagazins ubergizmo.de
Key Facts
Angriffsdauer: Im Durchschnitt bleiben Angreifer 204 Tage unentdeckt im Unternehmensnetzwerk.
Mittelstand im Visier: 43 Prozent aller Cyberangriffe richten sich gegen kleine und mittlere Unternehmen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Datenschutz und Datensicherheit?
Datenschutz regelt den rechtmäßigen Umgang mit personenbezogenen Daten (Rechtsgrundlage, Zweckbindung, Betroffenenrechte). Datensicherheit umfasst die technischen und organisatorischen Maßnahmen zum Schutz aller Daten vor Verlust, Manipulation oder unbefugtem Zugriff.
Braucht jedes Unternehmen einen Datenschutzbeauftragten?
In Deutschland ist ein Datenschutzbeauftragter Pflicht, wenn mindestens 20 Personen regelmäßig mit automatisierter Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind, oder wenn besondere Kategorien von Daten (z.B. Gesundheitsdaten) verarbeitet werden.
Welche Rechte haben Betroffene nach der DSGVO?
Auskunftsrecht, Recht auf Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Datenübertragbarkeit und Widerspruchsrecht. Unternehmen müssen Anfragen innerhalb eines Monats beantworten.
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Quelle Titelbild: Laurence Dutton / iStock
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