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Strategie & Governance

Diese 5 Bedrohungen fürchten Internetnutzer

Von Klaus Hauptfleisch · 13. Oktober 2020 · 4 Minuten Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

Laut Bitkom-Studie fühlt sich die Mehrheit der Internetnutzer von Cyberkriminalität bedroht. Von Schadprogrammen, über Online-Banking-Betrug bis Hassrede – es gibt Möglichkeiten sich zu Schützen. 

Bitkom Studie Bedrohungen

Quelle: Bitkom Research

1. Schadprogramme 

Die Ergebnisse der neuen Bitkom-Studie zeigen, dass acht von zehn Nutzern (79 Prozent) sich durch bösartige Programme wie Viren oder Trojaner auf Ihrem Smartphone oder Computer bedroht fühlen. 

2. Datenmissbrauch 

Die zweitgrößte Sorge der Deutschen ist der Missbrauch von persönlichen Daten. 70 Prozent der Online-Nutzer fühlen sich durch nicht eingehaltene Datenschutzrichtlinien, die Weitergabe von persönlichen Daten und dessen Verwendung für z.B. Werbung bedroht. 

3. Passwort- und Kontoklau 

Die Vorstellung, dass Cyberkriminelle sich schwache Passwörter zu Nutze machen können, um fremde Online-Konten zu übernehmen, lässt mehr als jeden zweiten Onliner (54 Prozent) um seine Sicherheit fürchten. 

4. Datenspionage 

Der Staat liest mit? 45 Prozent der Deutschen haben Sorge, dass Geheimdienste ihre Kommunikation mitlesen und speichern. 

5. Online-Banking-Betrug 

Jeder Dritte (30 Prozent) fürchten, dass Fremde auf ihre eigenen Finanzen zugreifen und dass sie beim Online-Banking betrogen werden. 

Weitere Sorgen 

Neben Online-Banking-Schwindeleien fürchten sich genauso viele Personen vor Online-Shopping-Schwindel. Die Ware ist bestellt, das Geld ist überwiesen, aber das Produkt kommt nie an.  

Vor Mobbing und Beleidigungen in sozialen Netzwerken und Foren fürchtet sich jeder Sechste (17 Prozent) – ebenso viele wie vor Sexueller Belästigung im Netz. 

Auch Hassbotschaften und Volksverhetzung machen sich im Netz breit. Jeder neunte (11 Prozent) sieht für sich selbst darin eine Bedrohung. 

Schutz gegen Cyberkriminalität 

Um sich vor Cyberkriminellen und diesen Szenarien zu schützen, gibt es viele etablierte Maßnahmen. Neben der Verwendung von komplexen Passwörtern, dem Einsatz von Passwort-Managern und Mehrfaktor-Authentifizierungen hilft es allein schon aufmerksam zu bleiben. Gehen Sie vorsichtig mit dubiosen Mails um und nehmen Sie Sicherheitsinformationen ernst. 

Es hilft bereits regelmäßig Updates zu fahren, um Sicherheitslücken zu schließen. Weitere Informationen zum Thema Sicherheit im Internet und wie Sie sich und Ihr Unternehmen im Netz schützen können finden Sie bei Deutschland sicher im Netz sowie regelmäßig auf securitytoday.de.

 

Chainarong Prasertthai 

Fakt: Cyber-Versicherungsprämien stiegen laut Munich Re 2024 um durchschnittlich 15 Prozent.

Fakt: Laut Allianz Risk Barometer 2025 sind Cyberangriffe das größte Geschäftsrisiko weltweit.

Key Facts

Kosten pro Vorfall: Ein erfolgreicher Phishing-Angriff kostet Unternehmen durchschnittlich 4,76 Millionen Euro.

Social Engineering: 98 Prozent aller Cyberangriffe nutzen mindestens eine Form von Social Engineering.

Häufige Fragen

Was sind die häufigsten Cyberbedrohungen für Unternehmen?

Laut BSI-Lagebericht sind Ransomware, Phishing, DDoS-Angriffe und Supply-Chain-Kompromittierungen die häufigsten Bedrohungen. Für deutsche Unternehmen kommen regulatorische Risiken (DSGVO, NIS2) hinzu.

Wie viel sollte ein Unternehmen in Cybersicherheit investieren?

Branchenexperten empfehlen 10 bis 15 Prozent des IT-Budgets für Cybersicherheit. Deutsche Unternehmen liegen laut Bitkom im Durchschnitt bei 14 Prozent. Entscheidend ist nicht nur die Höhe, sondern die strategische Verteilung auf Prävention, Erkennung und Reaktion.

Braucht jedes Unternehmen einen CISO?

Nicht jedes Unternehmen braucht einen Vollzeit-CISO, aber jedes braucht eine klare Verantwortlichkeit für IT-Sicherheit auf Geschäftsführungsebene. KMU können auf einen externen CISO (Virtual CISO) zurückgreifen. Mit NIS2 wird die Management-Verantwortung gesetzlich verankert.

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Quelle Titelbild: iStock /

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