Instant Payments: Sparkasse schreitet voran

Das Thema Instant Payments nimmt in Deutschland an Fahrt auf. 50 Millionen Kunden der bundesweit 385 Sparkassen können ab jetzt in Sekundenschnelle überweisen. Erfahren Sie mehr hier.

«Die Sparkassen-Finanzgruppe ist die erste Institutsgruppe in Deutschland, die Echtzeit-Überweisungen anbietet“, sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Helmut Schleweis.

Die Sparkassenkunden können damit ab sofort Geld in Sekundenschnelle überweisen – einfach und sicher. Technisch möglich sind solche schnellen Transfers von Konto zu Konto in Europa seit November. Bisher bot in Deutschland aber nur die HypoVereinsbank (HVB) Echtzeitüberweisungen an. Doch nun zieht die Sparkasse nach.

Was ist Instant Payment genau?

Bislang ist es in der Bankenbranche üblich gewesen Überweisungen zu sammeln und dann erst abzuarbeiten. Auch Aufträge, die Kunden online einstellen, werden in der Regel erst mit Zeitverzug ausgeführt. Bei Instant Payments versprechen die Anbieter, dass das Geld binnen zehn Sekunden von einem Konto auf das andere Konto übertragen wird.  Egal ob Wochen-, Wochenend- oder Feiertag – Rund um die Uhr in Echtzeit. Die Turbo-Überweisung eignet sich für klare, schnelle und damit auch spontane Transaktionen. Der Auftrag erfolgt per Online-Banking oder Smartphone-App. Der neue schnelle Service soll die bisherige SEPA-Überweisung nicht ersetzen, sondern als Wahlmöglichkeit verfügbar sein. Es können bis zu 15.000€ pro Transfer überwiesen werden.

Kostet der Service etwas?

Ja! Auf dem Kontovergleichsportal Konto.org findet sich eine Übersicht der Kosten für Instant Payments bei den 385 Sparkassen sowie 20 Privat- und Landesbanken. Im Vorfeld hieß es in den Medien, dass die Sparkasse je nach Kontomodell zwischen 25 und 50 Cent pro Echtzeitüberweisung verlange. Davon weichen einige Filialen allerdings ab, wie die Liste zeigt. Die Angaben werden sich allerdings noch etwas anpassen, da einige Sparkassen laut Konto.org noch Änderungen vornehmen.

 

Welche Vorteile hat Instant Payments für die Kunden?

Der große Vorteil bei Instant Payments ist: man weiß direkt, ob das Geld angekommen ist. Denn die empfangende Bank muss eine Bestätigung ausstellen. Wer zum Beispiel sein altes Auto privat verkauft, muss bisher zumindest das Risiko einkalkulieren, dass der Käufer nicht zahlt. Würde das Geschäft via Echtzeitzahlung abgewickelt, hätte der Verkäufer direkt die Gewissheit, dass das Geld auf seinem Konto ist.

Auch wer online shoppt, hat Vorteile: Je schneller der Händler das Geld hat, umso schneller wird die Ware verschickt. Doch auch auf Seiten der Firmen entsteht großes Potenzial: Ein Spediteur könnte bei der Warenübergabe insbesondere an Neukunden im Ausland erst Bezahlung fordern, ehe der Lastwagen entladen wird. Allerdings gilt die Obergrenze von 15.000 Euro für Instant-Payments-Zahlungen zu beachten.

Experten versprechen sich von der Innovation einen Schub für den modernen Zahlungsverkehr. Es lohnt sich gespannt zu sein, wie sich dieses Thema nun etabliert und entwickelt.

 

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Das Wichtigste in Kürze

  • 50 Millionen Kunden der bundesweit 385 Sparkassen können ab jetzt in Sekundenschnelle überweisen.
  • Auf dem Kontovergleichsportal Konto.org findet sich eine Übersicht der Kosten für Instant Payments bei den 385 Sparkassen sowie 20 Privat- und Landesbanken.
  • Im Vorfeld hieß es in den Medien, dass die Sparkasse je nach Kontomodell zwischen 25 und 50 Cent pro Echtzeitüberweisung verlange.
  • Die Angaben werden sich allerdings noch etwas anpassen, da einige Sparkassen laut Konto.org noch Änderungen vornehmen.

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Klaus Hauptfleisch

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