19. Dezember 2024 | Artikel drucken | |
Herausforderungen, Erfolge, Ausblicke

Was 2024 in Sachen Cybersecurity wichtig war

In diesem Jahr waren Unternehmen mehr denn je einer hohen Bedrohung durch Cyberkriminelle ausgesetzt. Der seit 2023 erfolgreich am Markt agierende IT-Dienstleister und High End Data Center Solutions Provider synaforce bewertet das vergangene Jahr 2024 im Hinblick auf Herausforderungen, eigene Erfolge und zu erwartende Trends in Sachen Cybersecurity.

Das Wichtigste in Kürze

  • 78% mehr Datenlecks: Die Zahl veröffentlichter Datensätze auf Leak-Sites stieg 2024 um 78 Prozent.
  • Ransomware dominiert: Bleibt die größte Bedrohung für Unternehmen jeder Größe.
  • KI als Waffe: Cyberkriminelle nutzen GenAI für perfektionierte Phishing-Mails und Social Engineering.
  • NIS2 und DORA: Neue EU-Regulierungen erhöhen den Druck auf Unternehmen zur Absicherung.
  • Zero Trust etabliert sich: Das Prinzip „Vertraue niemandem“ wird zum Standard in Sicherheitsarchitekturen.

Laut dem Lagebericht IT-Sicherheit des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wurden 2024 täglich rund 309.000 neue Schadprogrammvarianten identifiziert – ein Anstieg von 26 % im Vergleich zum Vorjahr. Besonders im Fokus standen Angriffe auf Cloud-Systeme, kritische Infrastrukturen (KRITIS) und mobile Endgeräte. Gleichzeitig professionalisierten Cyberkriminelle ihre Methoden weiter, nutzten Zero-Day-Schwachstellen und setzten gezielt auf modulare Angriffswerkzeuge wie Malware-as-a-Service. Einen weiteren entscheidenden Einfluss auf die Bedrohungslage hatte der Fortschritt im Bereich KI. Generative KI erleichtert Cyberangriffe, indem sie etwa täuschend echte Phishing-Nachrichten erstellt, Schadcodes programmiert oder Passwörter überwindet.

Auch regulatorisch gab es bedeutsame Entwicklungen. Die NIS2-Richtlinie, die höhere Cybersicherheitsstandards in kritischen Sektoren festlegt, sollte bis Oktober 2024 in deutsches Recht umgesetzt werden. Das entsprechende Gesetz wurde bislang (Stand Datum PM) nicht verabschiedet, wodurch die Unsicherheit für Unternehmen bestehen bleibt.

synaforce positioniert sich 2024 als vertrauensvoller Partner fortschrittlicher Sicherheitslösungen

synaforce hat 2024 entscheidende Schritte unternommen, um seine Position als Anbieter fortschrittlicher IT-Sicherheitslösungen zu stärken. Ziel war es, Kunden umfassende und sichere Services zu bieten und gleichzeitig die eigenen Systeme auf die steigenden Herausforderungen auszurichten. Ein zentraler Meilenstein war die C5-Zertifizierung durch das BSI im März 2024. Diese bestätigt, dass die Cloud-Dienste von synaforce höchsten Sicherheitsstandards entsprechen und speziell für KRITIS-Kunden geeignet sind.

Darüber hinaus bereitete sich synaforce gezielt auf die Umsetzung der NIS2-Richtlinie vor. Die bestehende Zertifizierungsbasis – darunter ISO/IEC 27001, ISAE 3402 und EN 50600 – wurde durch die C5-Zertifizierung weiter gestärkt. Dadurch ist synaforce bestens gerüstet, um Unternehmen bei der Einhaltung der verschärften EU-weiten Mindeststandards zu unterstützen.

Einen weiteren Höhepunkt bildete die strategische Partnerschaft mit TEHTRIS. Gemeinsam präsentierten beide Unternehmen die TEHTRIS XDR AI PLATFORM, eine hochmoderne, KI-gestützte Sicherheitslösung. Sie überwacht sämtliche Endpunkte, Netzwerke und Cloud-Dienste in Echtzeit und steuert alle Sicherheitsmaßnahmen zentral über ein intuitives Dashboard. Unternehmen profitieren von dem ganzheitlichen Schutz, der Compliance-Sicherheit sowie der Modularität und Flexibilität der Lösung. Managed Service Provider können damit die Effizienz ihrer angebotenen Sicherheitsmaßnahmen und Prozesse steigern sowie ihr Serviceportfolio um proaktive Managed Detection and Response (MDR) erweitern, ohne selbst in teure Infrastrukturen investieren zu müssen.

Tobias Lehner, CTO der synaforce GmbH

Tobias Lehner, CTO der synaforce GmbH. Bildquelle: synaforce GmbH.

„Wir sind stolz auf das, was wir 2024 erreicht haben. Die Bedrohungslage zeigt jedoch, wie wichtig es ist, unsere Position konsequent weiter auszubauen. 2025 wird für uns ein weiteres Jahr des Fortschritts sein, in dem wir unser Engagement im Bereich Cybersecurity weiter intensivieren“, zieht Tobias Lehner, CTO von synaforce, ein klares Fazit zum Abschluss des Jahres.

Was 2025 auf Unternehmen zukommt

Denn 2025 stellt die IT-Sicherheitslandschaft vor noch größere Herausforderungen. Cyberkriminelle setzen etwa zunehmend auf Deepfake-Technologien, um beispielsweise Stimmerkennungssysteme in Verifizierungsprozessen zu umgehen. Branchen wie der Finanzsektor stehen vor der Aufgabe, neue Abwehrstrategien zu entwickeln, um sich gegen diese fortschrittlichen Täuschungstechniken zu schützen.

Zudem kehren Advanced Persistent Threats (APTs) verstärkt ins Bewusstsein zurück. Diese zeichnen sich durch ihre Langlebigkeit und Zielgenauigkeit aus, was sie zu einer ernsten Bedrohung für Unternehmen macht, indem sie Angreifern langfristigen Zugriff auf wertvolle Informationen ermöglichen. Ziel sind dabei vermehrt KRITIS-Unternehmen.

Zu diesen technologischen Herausforderungen kommt die Unsicherheit über die Ausgestaltung der NIS2-Richtlinie. Obwohl die Frist zur Umsetzung der EU-weiten Verordnung bereits verstrichen ist, verzögert sich der Gesetzgebungsprozess in Deutschland. Unternehmen sollten nicht warten, bis die Gesetzeslage eindeutig ist – proaktive Maßnahmen bleiben 2025 der Schlüssel zu sicheren IT-Systemen.

Andreas Braidt, CEO der synaforce GmbH

Andreas Braidt, CEO der synaforce GmbH. Bildquelle: synaforce GmbH.

„Die Bedrohungslage war 2024 bereits enorm, sie wird sich 2025 voraussichtlich nicht verbessern. Es kommt auf unsere kollektive Resilienz an, um den immer komplexeren Gefahren zu begegnen. Die Umsetzung der NIS2-Richtlinie spielt hier eine entscheidende Rolle. synaforce unterstützt Unternehmen dabei aktiv mit umfassender Beratung sowie der Planung und Implementierung gezielter Maßnahmen, um Cyberrisiken zu minimieren und nachhaltige Sicherheitsstrategien zu etablieren“, sagt Andreas Braidt, CEO von synaforce.

 

 

Key Facts auf einen Blick

Datenlecks: +78% veröffentlichte Datensätze auf Leak-Sites

Neue Malware-Varianten: ~250.000 täglich (BSI)

Top-Bedrohung: Ransomware, besonders für KMU und KRITIS

KI-Nutzung: Zunehmend für Phishing, Deepfakes und Social Engineering

EU-Regulierung: NIS2 (KRITIS) und DORA (Finanzsektor) in Kraft

Fakt: Deutsche Unternehmen investieren laut Bitkom durchschnittlich 14 Prozent ihres IT-Budgets in Cybersicherheit.

Fakt: Laut Allianz Risk Barometer 2025 sind Cyberangriffe das größte Geschäftsrisiko weltweit.

Häufige Fragen

Was war die größte Cyberbedrohung 2024?

Ransomware blieb die dominierende Bedrohung. Angreifer verschlüsseln Unternehmensdaten und fordern Lösegeld. Besonders betroffen waren Krankenhäuser, Kommunen und mittelständische Unternehmen. Die Angriffe wurden durch KI-gestützte Methoden zunehmend raffinierter.

Wie hat sich KI auf die Bedrohungslage ausgewirkt?

Cyberkriminelle nutzen GenAI für fehlerfreie Phishing-Mails in jeder Sprache, überzeugende Deepfakes für CEO Fraud und automatisierte Angriffskampagnen. Gleichzeitig setzen Sicherheitsunternehmen KI für die Erkennung und Abwehr ein – ein technologisches Wettrüsten.

Was bedeutet NIS2 für Unternehmen?

Die EU-Richtlinie NIS2 verpflichtet deutlich mehr Unternehmen zu Cybersecurity-Maßnahmen, Meldepflichten und Risikomanagement. Die Geschäftsführung haftet persönlich. In Deutschland sind ab 2025 geschätzt 30.000 Unternehmen betroffen.

Welche Trends zeichnen sich für 2025 ab?

Zero-Trust-Architekturen werden zum Standard, KI-gestützte Erkennung ergänzt klassische Sicherheitslösungen, Supply-Chain-Security gewinnt an Bedeutung und die EU-Regulierung (NIS2, DORA) treibt Investitionen in Cybersecurity.

Was sollten Unternehmen jetzt priorisieren?

Incident-Response-Pläne aktualisieren, Mitarbeitende schulen, Zero-Trust-Prinzipien implementieren, Backups regelmäßig testen und NIS2-Compliance sicherstellen. Besonders KMU sollten externe Security-Dienstleister in Betracht ziehen.

Weiterführende Lektüre im Netzwerk

NIS2 in Deutschland – Handlungsbedarf: NIS2: Jetzt handeln (Security Today)

Cloud-Sicherheit und Compliance: cloudmagazin.com

C-Level Cybersecurity-Strategien: digital-chiefs.de

 

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Quelle Titelbild: Pixabay / AhmedAlMaslamani

Hier schreibt Benedikt Langer für Sie

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