Der E-Roller Trend und die IT-Sicherheitsrisiken
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Wer hat sie diesen Sommer noch nicht gesehen! Die Verbreitung der E-Scooter schreitet auch in Deutschland unaufhaltsam voran. In diversen Großstädten wie Hamburg, München, Köln oder Hannover erobern die Roller von Sharing-Diensten zunehmend das Stadtbild. Doch wie ist es um die sensiblen Daten der Nutzer bestellt, die ihre Rollerfahrten per Smartphone App in Verbindung mit ihrer Kreditkarte oder anderen Zahlungsmitteln durchführen?
Das Wichtigste in Kürze
- Laut APPVISORY sollte zunächst auf die Bezahlfunktionen der App sowohl in der iOS-Version (3.1.9) als auch in der Android-Version (3.1.6) geachtet werden.

Die bunten Fortbewegungsmittel bringen nicht nur Vorteile mit sich. (Quelle: Pexels / Magda Ehlers)
Tipp: Überprüfen Sie, ob die jeweiligen Empfänger der Daten transparent in der Datenschutzerklärung genannt werden.
Nutzer sollten sich dennoch im Klaren darüber sein, dass nicht nur der Roller selbst per GPS getracked wird, sondern zusätzlich auch das Smartphone des Nutzers. Das Tracking des Smartphones endet jedoch mit Abstellen des Rollers. Allerdings ist es den Testern gelungen, für die Rollersuche einen beliebigen Standort und Radius anzugeben. Über diesen Umweg lässt sich einfach herausfinden, wo welcher Roller samt Kennzeichen aktuell verfügbar ist. Wenn also beispielsweise ein Stalker wissen möchte, wo eine Person mit einem bestimmten Nummernschild hingefahren ist, muss er nur per Software an jedem beliebigen Gerät beobachten, an welchem Standort dieser Roller wieder als verfügbar auftaucht. Hierbei handelt es sich explizit nicht um ein alleiniges Problem der E-Scooter-Apps, sondern um ein systemisches Problem aller digital gesteuerten, und mit GPS-Modul versehenen Sharing-Fahrzeuge mit Kennzeichen. An dieser wird jedoch Nachholbedarf seitens der Hersteller deutlich, um die besagten Daten nicht so einfach für Dritte zugänglich zu machen. Dass diese Dritten während der Fahrt einen Roller auch hupen lassen können, ist dabei nur ein augenscheinlich unangenehmer Nebeneffekt, der im Straßenverkehr jedoch zu einer ernsthaften Gefährdung werden kann.
Key Facts
Schadensvolumen: Cyberkriminalität verursacht weltweit jährlich Schäden von über 8 Billionen Euro.
Fachkräftemangel: Weltweit fehlen über 3,5 Millionen Cybersecurity-Fachkräfte.
Häufige Fragen
Was sind die häufigsten Cyberbedrohungen für Unternehmen?
Laut BSI-Lagebericht sind Ransomware, Phishing, DDoS-Angriffe und Supply-Chain-Kompromittierungen die häufigsten Bedrohungen. Für deutsche Unternehmen kommen regulatorische Risiken (DSGVO, NIS2) hinzu.
Wie viel sollte ein Unternehmen in Cybersicherheit investieren?
Branchenexperten empfehlen 10 bis 15 Prozent des IT-Budgets für Cybersicherheit. Deutsche Unternehmen liegen laut Bitkom im Durchschnitt bei 14 Prozent. Entscheidend ist nicht nur die Höhe, sondern die strategische Verteilung auf Prävention, Erkennung und Reaktion.
Braucht jedes Unternehmen einen CISO?
Nicht jedes Unternehmen braucht einen Vollzeit-CISO, aber jedes braucht eine klare Verantwortlichkeit für IT-Sicherheit auf Geschäftsführungsebene. KMU können auf einen externen CISO (Virtual CISO) zurückgreifen. Mit NIS2 wird die Management-Verantwortung gesetzlich verankert.
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Quelle Titelbild: pixabay // ThomasWolter