20. Januar 2025 | Artikel drucken |

Checkliste: Security-Budget 2025 richtig planen

1 Min. Lesezeit

Die Budget-Saison läuft. Diese Checkliste hilft CISOs und IT-Leitern, ihr Security-Budget 2025 strukturiert zu planen – von der Bestandsaufnahme über Compliance-Anforderungen bis zur Priorisierung.

Das Wichtigste in Kürze

Die Budget-Saison läuft. Diese Checkliste hilft CISOs und IT-Leitern, ihr Security-Budget 2025 strukturiert zu planen — von der Bestandsaufnahme über Compliance-Anforderungen bis zur Priorisierung. Inklusive Richtwerte für typische Kostenposten.

Phase 1: Bestandsaufnahme (Wochen 1-2)

Aktülle Ausgaben erfassen:

  • Laufende Lizenzen und Wartungsverträge mit Ablaufdaten
  • Personal- und Schulungskosten
  • Externe Dienstleister (MSSP, Penetrationstests, IR-Retainer)
  • Cloud-Security-Ausgaben (oft versteckt in Cloud-Budgets)

Nutzung evaluieren:

  • Welche Tools werden aktiv genutzt, welche verstauben?
  • Wo gibt es Überschneidungen zwischen Produkten?
  • Welche Verträge laufen 2025 aus und bieten Konsolidierungschancen?

Phase 2: Anforderungen definieren (Wochen 3-4)

Regulatorische Pflichten 2025:

  • NIS2-Umsetzung: Meldepflichten, Risikomanagement, Supply-Chain-Security
  • DORA (Finanzsektor): Resilienztests, ICT-Risikomanagement
  • EU AI Act: Compliance für Hochrisiko-KI-Systeme
  • KRITIS-Dachgesetz: Physische und Cyber-Sicherheit für kritische Infrastrukturen

Technische Lücken:

  • Ergebnisse aus Penetrationstests und Audits
  • Known Risks aus dem Risikoregister
  • Findings aus Incidents der letzten 12 Monate

Phase 3: Priorisierung (Wochen 5-6)

Ordnen Sie jede geplante Investition in eine von drei Kategorien:

  1. Must-Have: Compliance-Pflichten, kritische Lücken, auslaufende Verträge
  2. Should-Have: Effizienzgewinne, Automatisierung, Konsolidierung
  3. Nice-to-Have: Emerging Technologies, Innovationsprojekte

Richtwerte für 2025

  • Branchendurchschnitt IT-Security-Budget: 6-14% des IT-Gesamtbudgets (Gartner)
  • EDR/XDR-Plattform: 15-40 EUR pro Endpoint/Jahr
  • SIEM/SOC (managed): 5.000-25.000 EUR/Monat (abhängig von Datenvolumen)
  • Penetrationstest: 8.000-25.000 EUR pro Engagement
  • Security Awareness Training: 20-50 EUR pro Mitarbeiter/Jahr
  • IR-Retainer: 3.000-10.000 EUR/Monat

Key Facts

6-14% des IT-Budgets ist der Branchendurchschnitt für Security (Gartner 2024)

NIS2, DORA und AI Act erzeugen neü Pflichtausgaben 2025

Tool-Konsolidierung spart durchschnittlich 15-25% bei gleicher Abdeckung

Managed Detection and Response wächst als Alternative zum eigenen SOC

Security-Budget ohne Business Case verliert Rückhalt im Vorstand

Fakt: 95 Prozent aller Cybersecurity-Vorfälle sind laut IBM auf menschliche Fehler zurückzuführen.

Fakt: Die durchschnittlichen Kosten eines Datenverlusts lagen 2025 laut IBM bei 4,88 Millionen Dollar.

Häufige Fragen

Wie argumentiere ich gegenüber der Geschäftsführung?

Mit drei Argumenten: Compliance-Pflichten (NIS2 droht persönliche Haftung), Schadensvermeidung (durchschnittliche Ransomware-Kosten in DACH: 1,2 Mio. EUR laut Sophos), und Versicherbarkeit (Cyber-Versicherer fordern zunehmend Mindeststandards).

Sollte ich in ein eigenes SOC oder MDR investieren?

Für Unternehmen unter 1.000 Mitarbeitern ist MDR fast immer kosteneffizienter. Ein eigenes SOC erfordert mindestens 5-7 Analysten für 24/7-Betrieb — Personalkosten von 500.000+ EUR jährlich.

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Zero Trust: Die 7 häufigsten Fehler

Braucht jedes Unternehmen einen CISO?

Nicht jedes Unternehmen braucht einen Vollzeit-CISO, aber jedes braucht eine klare Verantwortlichkeit für IT-Sicherheit auf Geschäftsführungsebene. KMU können auf einen externen CISO (Virtual CISO) zurückgreifen. Mit NIS2 wird die Management-Verantwortung gesetzlich verankert.

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Quelle Titelbild: Pexels / www.kaboompics.com

Tobias Massow

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