7. Oktober 2019 | Artikel drucken |

Wieso betriebliche Datenschutzbeauftragte so wichtig sind

Heutzutage ist ein betrieblicher Datenschutzbeauftragter kaum noch aus dem Firmenalltag wegzudenken. Analyse und Kontrolle des Datenschutzniveaus im Unternehmen und folglich Verbesserungsvorschläge für den Datenschutz zählen unter anderem zu seinen Aufgaben. Lesen Sie hier, warum ein betrieblicher Datenschutzbeauftragter so wichtig für Ihre Firma ist und was zu seinem Aufgabenspektrum zählt.

Seine Aufgabenbereiche

Der betriebliche Datenschutzbeauftragte ist grundsätzlich in der Ausübung seiner Tätigkeit frei von jeglichen Weisungen. Selbstverständlich steht er dennoch unter der höchsten Managementebene des Unternehmens. Durch eine kontinuierliche technische Wandlung entwickelt sich sein Tätigkeitsbereich zu einer immer komplizierter werdenden Angelegenheit. Ausreichend Fachwissen ist hierbei Pflicht. Je komplexer sich die Datenverarbeitung in einer Firma gestaltet, desto umfangreicher sollte auch das Fachwissen des Datenschutzbeauftragten sein. Sämtliche Datenschutzregelungen und Weisungen der DSGVO sollten dem Beauftragten von Begriff sein, denn bei Verstößen gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen muss mit hohen Bußgeldern gerechnet werden. Dies bezieht sich nicht nur auf die DSGVO, sondern auch auf andere Datenschutzvorschriften der Union sowie der Mitgliedstaaten.

Das vielfältige Aufgabenspektrum

Sein Aufgabenfeld ist vielfältig und erstreckt sich auf das gesamte Unternehmen, denn alle Abteilungen mit personenbezogenen Daten fallen darunter. Zu seinen alltäglichen Tätigkeiten zählen neben den bereits erwähnten Aufgaben:  Rechtsgutachten erstellen, Verträge mit Dienstleistern prüfen, Betriebsvereinbarungen und Unternehmensrichtlinien entwerfen, Auskünfte erteilen oder mit Behörden kommunizieren. Doch die Tätigkeiten variieren natürlich von Unternehmen zu Unternehmen. Auch die Überwachung von Datenverarbeitungsvorgängen spielt eine wichtige Rolle. Die Anwendbarkeit der DSGVO sollte stets gegeben sein und Datenschutzvorfälle sollten so gut wie möglich vorgebeugt werden. Deshalb sollte schon vor der Implementierung einer neuen Verarbeitung dem Datenschutzbeauftragten Bescheid gegeben werden, damit potenzielle Gefahren vermieden werden können. Im Zuge dieses Themas muss er in der Lage sein, eine Datenschutz-Folgenabschätzung durchführen zu können. Dies erweist sich als besonders wichtig, wenn Firmen sich unsicher darüber sind, ob ein potentieller Datenschutzverstoß vorliegt.

 

Um einen effektiven Datenschutz gewährleisten zu können, ist es also von enormer Bedeutung, dass ein Datenschutzbeauftragter über ein gutes Fachwissen verfügt und entsprechend stets informiert ist. Auch Mitarbeiter, die mit personenbezogenen Daten arbeiten, sollten Schulungen in Betracht ziehen, um ein ausreichendes Know-How zu erlangen.

 

Quelle Titelbild: Unsplash / Philipp Katzenberger

Hier schreibt Christina Appel für Sie

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