27. Juni 2017 | Artikel drucken |

Firefox Klar: Mehr Datenschutz beim Surfen

1 Min. Lesezeit

Mozilla hat laut heise.de einen neuen Browser für mobile Endgeräte entwickelt. Der Fokus des neuen Browsers liegt auf dem Datenschutz. „Firefox Focus“ oder „Firefox Klar“ wie er hierzulande heißt, ist sowohl auf iOS wie auf Android Geräten verfügbar.

Das Wichtigste in Kürze

  • Vom Add-Blocker zum Browser Ende 2015 wurde „Firefox Klar“ als Add-Blocker für iOS vorgestellt.
  • Bereits seit 2016 ist der Browser für iOS erhältlich und ab sofort eben auch für Android.
  • Mozilla hat laut heise.de einen neuen Browser für mobile Endgeräte entwickelt.
  • „Firefox Focus“ oder „Firefox Klar“ wie er hierzulande heißt, ist sowohl auf iOS wie auf Android Geräten verfügbar.

Datenschutzfreundliche Einstellungen

Der Browser startet dabei im aktiven Stealth-Modus. In diesem Modus werden die Daten innerhalb des Betriebssystems verborgen. Somit sind zum Beispiel keine Screenshots möglich. Auch Webfonts können abgeschaltet sowie weitere Tracker abgewiesen werden. Voreingestellt blockiert der Browser sämtliche Werbe-Tracker, Analysecodes sowie diverses Social-Media-Tracking.

Daten jederzeit löschen

In der rechten oberen Ecke des Browsers ist immer eine Schaltfläche zu sehen, mit der sämtliche Sitzungsdaten gelöscht werden können. Zusätzlich gibt es noch ein Mülleimer-Symbol, das beim Scrollen über die Seite auftaucht, als auch eine System-Benachrichtigung. Die Blocklisten bezieht der Browser laut heise von Disconnect.

Vom Add-Blocker zum Browser

Ende 2015 wurde „Firefox Klar“ als Add-Blocker für iOS vorgestellt. Seitdem wurde das Tool weiterentwickelt und liegt heute als vollständiger Browser vor. Bereits seit 2016 ist der Browser für iOS erhältlich und ab sofort eben auch für Android. Als Browser zeigt sich „Klar“ als Minimalist mit Datenschutzfokus: Es gibt weder Tabs noch die Suchfunktion im Seitentext. Ebenso fehlen Übersichten über History, Cookies oder Downloads. Der Browser speichert keine Login-Daten und setzt keine Lesezeichen.

Wer diese Features für die ein oder andere Seite dennoch benötigt, der hat die Möglichkeit, sich die aktuell aufgerufene Internetseite an einen anderen Browser  – bei iOS ist es Safari weiterzureichen.

Key Facts

Betroffenenrechte: Die Zahl der Auskunftsanfragen nach Art. 15 DSGVO stieg seit 2018 um über 400 Prozent.

Meldepflicht: Datenpannen müssen innerhalb von 72 Stunden an die Aufsichtsbehörde gemeldet werden.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Datenschutz und Datensicherheit?

Datenschutz regelt den rechtmäßigen Umgang mit personenbezogenen Daten (Rechtsgrundlage, Zweckbindung, Betroffenenrechte). Datensicherheit umfasst die technischen und organisatorischen Maßnahmen zum Schutz aller Daten vor Verlust, Manipulation oder unbefugtem Zugriff.

Braucht jedes Unternehmen einen Datenschutzbeauftragten?

In Deutschland ist ein Datenschutzbeauftragter Pflicht, wenn mindestens 20 Personen regelmäßig mit automatisierter Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind, oder wenn besondere Kategorien von Daten (z.B. Gesundheitsdaten) verarbeitet werden.

Welche Rechte haben Betroffene nach der DSGVO?

Auskunftsrecht, Recht auf Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Datenübertragbarkeit und Widerspruchsrecht. Unternehmen müssen Anfragen innerhalb eines Monats beantworten.

Verwandte Artikel

Mehr aus dem MBF Media Netzwerk

Quelle Titelbild: Georgijevic / iStock

Klaus Hauptfleisch

Hier schreibt Klaus Hauptfleisch für Sie

Mehr Artikel vom Autor

Ein Magazin der Evernine Media GmbH