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Case Studies

Diese neue App sorgt für digitale Gefahrenabwehr

Von Klaus Hauptfleisch · 27. Juni 2017 · 4 Minuten Lesezeit

Verbraucher und KMU profitieren davon, regelmäßig Informationen über aktuelle Risiken im Internet mit konkreten Tipps zur Gefahrenabwehr zu erhalten. Der Deutschland-sicher-im-Netz e.V. hat eine kostenlose App für Android, iOS und Windows herausgegeben, die genau solche Mitteilungen liefert.

Das Wichtigste in Kürze

Mehr Sicherheit im Deutschen Netz

Das Sicherheitsbarometer ist ein gemeinsames Projekt von Deutschland-sicher-im-Netz mit starken Partnern wie dem Bundesministerium des Innern, Bundeskriminalamt, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Polizeiliche Kriminalprävention, Avira, Bankenverband, Bitkom, Bundesdruckerei, Deutscher Sparkassen- und Giroverband, Deutsche Telekom, eco, GDV, Microsoft und Nokia. Die App zur digitalen Gefahrenabwehr wurde im Rahmen der Plattform „Sicherheit, Schutz und Vertrauen für Gesellschaft und Wirtschaft“ des IT-Gipfels entwickelt, die von Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière gemeinsam mit Walter Schlebusch, Vorsitzender der Geschäftsführung Giesecke und Devrient, geleitet wird.

Wie die App für digitalen Selbstschutz sorgt

Die kostenlose App kombiniert aktuelle Meldungen mit ersten Handlungsempfehlungen zur Prävention. Hierbei stellt sie auch hilfreiche weiterführende Links zur Verfügung. Das Sicherheitsbarometer informiert Verbraucher und KMU regelmäßig über aktuelle Risiken im Internet mit konkreten Tipps zur Gefahrenabwehr. Das Barometer differenziert die Gesamtgefahrenlage nach der Ampelkennzeichnung „grün“, „gelb“ und „rot“. Liegen auffällige Gefahren vor, wird der Nutzer der App direkt durch Push-Nachrichten auf dem Smartphone gewarnt. Mit Meldungen zu Viren und Trojanern, Sicherheitslücken in Software, neuen Datenlecks oder Phishing-Wellen, stellt die App den zentralen Baustein für den digitalen Selbstschutz dar. „Das Sicherheitsbarometer ermöglicht besseren Selbstschutz. Es leistet damit einen konkreten Beitrag für die Ziele der Digitalen Agenda der Bundesregierung“, meint DsiN-Vorstandsmitglied Alastair Bruce.

Hoher Nutzen – Hohe Downloadzahlen

Der Nutzen der App wurde scheinbar erkannt: Sie wurde bereits über 50.000 Mal als mobile App heruntergeladen. Auf der Seite des DsiN e.V. steht die App zum kostenlosen Download bereit.

Key Facts

Angriffsdauer: Im Durchschnitt bleiben Angreifer 204 Tage unentdeckt im Unternehmensnetzwerk.

Mittelstand im Visier: 43 Prozent aller Cyberangriffe richten sich gegen kleine und mittlere Unternehmen.

Häufige Fragen

Was sind die häufigsten Cyberbedrohungen für Unternehmen?

Laut BSI-Lagebericht sind Ransomware, Phishing, DDoS-Angriffe und Supply-Chain-Kompromittierungen die häufigsten Bedrohungen. Für deutsche Unternehmen kommen regulatorische Risiken (DSGVO, NIS2) hinzu.

Wie viel sollte ein Unternehmen in Cybersicherheit investieren?

Branchenexperten empfehlen 10 bis 15 Prozent des IT-Budgets für Cybersicherheit. Deutsche Unternehmen liegen laut Bitkom im Durchschnitt bei 14 Prozent. Entscheidend ist nicht nur die Höhe, sondern die strategische Verteilung auf Prävention, Erkennung und Reaktion.

Braucht jedes Unternehmen einen CISO?

Nicht jedes Unternehmen braucht einen Vollzeit-CISO, aber jedes braucht eine klare Verantwortlichkeit für IT-Sicherheit auf Geschäftsführungsebene. KMU können auf einen externen CISO (Virtual CISO) zurückgreifen. Mit NIS2 wird die Management-Verantwortung gesetzlich verankert.

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Quelle Titelbild: LDProd / iStock

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