22. Juni 2021 | Artikel drucken | |

Studie: Deutsche Verbraucher gehen bei Logins auf Nummer Sicher

Durch die Pandemie greifen Verbraucher zunehmend auf Online-Dienste zurück. Angefangen von Online-Einkäufen über Bankgeschäfte bis hin zu Videostreaming. Um die Angebote nutzen zu können, müssen die Kunden durch einen Login. YouGov und der Identitätsanbieter Auth0 haben sich diese Thematik in der Studie „Logins: Was deutsche Verbraucher wollen” genauer angeschaut.

Dabei haben sie versucht folgende Fragen zu beantworten: Wissen IT- und Marketing Entscheider um die Login-Präferenzen ihrer Nutzer? Und adressieren sie deren Erwartung an den Datenschutz? Sie sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die die Mehrheit der befragten Unternehmen nicht die Erwartungen ihrer Nutzer für die Anmeldung zu einem Online-Dienst erfüllen.

Mehrstufige Anmeldung – Verbraucher gehen auf Nummer sicher

Deutsche Verbraucher würden sich eher bei einer App/einem Online-Dienst authentifizieren, wenn sie sich mit einer Multi-Faktor-Authentifizierung (40 Prozent) und mit Single Sign-On (SSO, 32 Prozent) – also eine einzige ID und ein einziges Passwort für mehrere verbundene Dienste – anmelden können.

Knapp ein Drittel der Deutschen wünscht sich SSO. (Quelle: Auth0)

Knapp ein Drittel (31 Prozent) der befragten Verbraucher meldet sich zudem eher an, wenn ein Unternehmen biometrische Logins anbietet, gefolgt von passwortlosen Logins (25 Prozent). Nur ein knappes Viertel (24 Prozent) der Befragten meldet sich über Social Logins, also Anmeldemöglichkeiten sozialer Netzwerke wie Google, Apple oder Facebook an. Kevin Switala, Enterprise Account Executive bei Auth0, kommentiert: „Diese Zurückhaltung könnte auf diverse Datenskandale aus der Vergangenheit bei einzelnen sozialen Netzwerken zurückzuführen sein. Verbraucher wollen nicht die neueste Technologie – sie wollen die Wahl haben und dass die Anmeldung so bequem wie möglich ist, ohne ihre Privatsphäre oder Sicherheit zu beeinträchtigen.“

Die meisten deutschen Unternehmen erfüllen jedoch nicht die Erwartungen der Verbraucher an die Login-Technologie

Social Login findet großen Zuspruch. (Quelle: Auth0)

Trotz der allgemeinen Frustration über die Verwendung herkömmlicher Passwörter und der Nachfrage nach modernen Login-Technologien bieten die meisten Unternehmen diese Anmeldeoptionen nicht an. Zwar stellen 46 Prozent der befragten deutschen Unternehmen den Nutzern SSO-Funktionen bereit, aber weniger als ein Drittel bietet die nachgefragte MFA-Technologie (27 Prozent) an. Vielmehr setzen 29 Prozent auf das Anmelden per Social Login, 24 Prozent bieten passwortlose Anmeldungen an und nur 17 Prozent hat bereits biometrische Login-Lösungen im Einsatz – 10 Prozent bieten keine der oben genannten Login-Technologien für ihre Online-Dienste an.

Langatmige Anmeldungen frustrieren die Verbraucher

Deutsche Verbraucher geben an, dass es sie am meisten frustriert, lange Anmelde- und Registrierungsformulare bei der Nutzung eines Online-Services ausfüllen zu müssen (42 Prozent) sowie private Informationen eingeben zu müssen (38 Prozent). Jeden Dritten (33 Prozent) frustriert es, wenn der Anmeldeprozess für eine neue Webseite oder einen neuen Online-Dienst die Erstellung eines Passworts erfordert, das bestimmte Anforderungen erfüllen muss. Ebenso viele Personen frustriert es, für jede App oder jeden Online-Dienst eine neue ID und ein neues Passwort erstellen zu müssen (31 Prozent).

Methodik zur Studie „Logins: Was deutsche Verbraucher wollen“

Die Studie wurde vom Marktforschungsunternehmen YouGov zwischen dem 23. Februar und dem 1 März 2021 in einer Online-Erhebung durchgeführt. Sie wurde in insgesamt sechs Ländern (Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Australien Singapur und Japan) unter mehr als 8.000 Verbraucher und 1.200 IT- und Marketing-Entscheider durchgeführt. In Deutschland wurden rund 2.000 Verbraucher und 200 Unternehmensentscheider zum Thema Customer Identity and Access Management (CIAM) befragt.

 

Dieser Beitrag basiert auf einer Pressemitteilung von Auth0.

Quelle Titelbild: AdobeStock / coz1421

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