3. April 2019 | Artikel drucken |

Erneutes Datenleck sorgt für Verärgerung bei Android-Nutzern

Nachdem es in den letzten Monaten immer wieder Verstöße beim Thema Datenschutz gab, hat es nun erneut eine Android-Plattform getroffen. Durch ein Datenleck wurden Nutzerdaten an chinesische Server gesendet.

Auf Grund eines Fehlers im Quellcode sendete das Nokia 7 Plus beim Einschalten ein Paket an Daten unverschlüsselt an chinesische Server.

Um was für Daten handelte es sich bei dem Datenleck?

Besonders pikant ist die Art der Daten, die unfreiwillig nach China gesickert sind. So wurden höchst persönliche Daten wie der Aufenthaltsort des Nutzers, die SIM-Kartennummer und die Seriennummer des Smartphones an eine Domain der staatlichen China Telekom geschickt. Somit war es der Behörde praktisch möglich den Nutzer zu jeder Zeit zu orten.

Welche Geräte und Betriebssysteme waren betroffen?

Nach jetzigem Wissenstands war eine Charge an Nokia 7 Plus-Geräten, welche in Finnland verkauft wurden, betroffen.

Betriebssystem war Android, hier hegt der finnische Hersteller Nokia eine enge Partnerschaft mit Google. Bereits in der Vergangenheit gab es immer wieder Verstöße im Bereich Datenschutz.

Welche Konsequenten hat das Datenleck?

Der Fehler wurde mittlerweile in einem Update behoben, laut Nokia handelte es sich hier um ein Versehen. Ursprünglich waren die Geräte für den Verkauf in China geplant, der Fehler entstand beim Verpacken.

Trotz Versehen handelt es sich hier um ein Verstoß gegen die Europäische Datenschutzgrundverordnung, die finnische Datenschutzbehörde hat bereits die Ermittlung aufgenommen.

 

Quelle Titelbild: unsplash / Markus Spiske

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