5. Februar 2018 | Artikel drucken |

So viele Deutsche waren 2017 von Cyberkriminalität betroffen

Cyberkriminelle sorgen mit ihren Machenschaften für einiges an Schaden. Eine Studie von Norton, einem Anbieter für Cybersicherheit, zeigt nun, welches Ausmaß das Verbrechen im Internet im vergangenen Jahr angenommen hat und wie viele Menschen in Deutschland tatsächlich betroffen waren.

2017 wurden 23 Millionen Deutsche Opfer von Cyberkriminalität. Die Folge: Ein Gesamtschaden von knapp 2,2 Milliarden Euro. Zudem war jeder Geschädigte fast zwei volle Arbeitstage damit beschäftigt, die Folgen einer Cyberattacke zu beheben. Aber: Wer war eigentlich am häufigsten im Visier der Angreifer? Laut Norton waren es vor allem diejenigen Personen und Unternehmen, die häufig dasselbe Passwort für mehrere oder alle ihre Online-Konten nutzen.

Die häufigste Form von Cyberkriminalität in Deutschland

Die Studie stellt auch detailliert heraus, welche Form der Cyberkriminalität in Deutschland am häufigsten stattgefunden hat. Demnach wurden rund 43 Prozent der Opfer darüber benachrichtigt, dass persönliche Informationen durch eine Datenpanne kompromittiert wurden, bei 41 Prozent wurden Viren oder andere Sicherheitsbedrohungen auf ihrem Computer, Tablet oder Mobiltelefon gefunden. Genauso viele klickten auf betrügerische E-Mails oder gaben vertrauliche persönliche oder finanzielle Informationen weiter. Der Identitätsdiebstahl schlug dabei am teuersten zu Buche. Er verursachte im Schnitt einen Schaden von 645 Euro.

Vor allem Ransomware verursacht große Schäden. Knapp jeder Zehnte Deutsche (7 Prozent) wurde in der Vergangenheit zum Opfer von Cyberangriffen und bekam seine Daten trotz Bezahlung nicht zurück. Im Schnitt wurden 224 Euro gefordert. Wer wie 39 Prozent der Befragten keine Back-Ups seiner Daten anlegt, kann davon ausgehen, dass sie im Falle einer solchen Attacke unwiderruflich verloren sind.

Das Vertrauen sinkt

Die Angriffe sorgen dafür, dass das Vertrauen der Deutschen in Institutionen und Organisationen sinkt, wenn es um den Umgang mit deren Daten geht. Bei 49 Prozent sank das Vertrauen darin, dass Regierungsstellen und Behörden sorgfältig mit Daten und persönlichen Informationen umgehen. 40 Prozent sind Social Media-Plattformen gegenüber misstrauischer geworden. Ein Viertel der Befragten hat im Vergleich zum Vorjahr immerhin mehr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, Daten zu verwalten und zu schützen.

Mehr Informationen über den Einfluss von Cyberkriminalität und darüber, wie Anwender ihre digitalen Informationen schützen können, finden Sie hier.

Quelle Titelbild: BrianAJackson / iStock

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